Formlagenholz-Plus

Emis­si­ons­re­du­zie­rung, Er­höh­ung der Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz und des Nutz­wer­tes durch Kleb­stof­fein­spa­rung mit­tels be­las­tungs-dif­fe­ren­zier­ter Aus­le­gung von Form­schicht- und Form­sperr­holz­bau­tei­len

Die Werk­stof­fe Form­sperr­holz und Form­schicht­holz wur­de im 19. Jahr­hun­dert als kos­ten­güns­ti­ges Sub­sti­tut von Mas­siv­holz­pro­duk­ten ent­wi­ckelt. Dies än­der­te sich zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts, als das Po­ten­tial des Leicht­bau­ma­te­rials zur Her­stel­lung von Form­tei­len bis hin zu Flug­zeu­grümp­fen in Mo­no­co­que Bau­wei­se er­kannt und zum High­tech Ma­te­rial wei­ter­ent­wi­ckelt wur­de. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg nutz­ten De­sig­ner wie Al­var Aal­to oder Char­les und Ray Ea­mes die Ent­wick­lun­gen zur Um­set­zung von Möb­el­ent­wür­fen mit ei­ner re­vo­lu­tio­nä­ren ei­gen­stän­di­gen For­men­spra­che und Ma­te­ri­a­l­ef­fi­zi­enz. Seit­her ist Form­sperr­holz und Form­schicht­holz vor al­lem im Be­reich von Sitz­möbeln, ob als Hid­den Cham­pi­on ver­deckt un­ter Pols­tern, als Ob­jekt­möb­el u.a. in Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten, Mu­se­en, In­sti­tu­tio­nen oder als Grund­la­ge vie­ler De­sig­ni­ko­nen be­kannt. In der In­du­s­trie wer­den zur Ver­bin­dung der ein­zel­nen Fur­nier­la­gen haupt­säch­lich for­mal­de­hyd­hal­ti­ge Kleb­stof­fe ver­wen­det, die Ge­sund­heits­ri­si­ken mit sich brin­gen, so­wie aus nicht re­ge­ne­ra­ti­ven Qu­el­len stam­men. Das Ge­samt­ziel des Vor­ha­bens ist da­her die Ein­spa­rung von Kleb­stoff in Form­schicht- und Form­sperr­holz­bau­tei­len und die Er­höh­ung des Nutz­wer­tes durch die da­bei ent­wi­ckel­te be­las­tungs­dif­fe­ren­zier­te Aus­le­gung und mög­li­che Funk­tio­na­li­sie­rung der Bau- und Möb­el­bau­tei­le. Es wird ein Kle­be­auf­trags- und Re­gi­s­trie­rungs­ver­fah­ren ent­wi­ckelt, dass ei­ne se­lek­ti­ve Ver­k­le­bung und sta­ti­sche Aus­le­gung der Bau­tei­le er­mög­licht. Form­sperr­holz und Form­schicht­holz wird so zu ei­nem Gra­di­en­ten­werk­stoff ent­wi­ckelt, der in sei­nen Ei­gen­schaf­ten von bie­ge­s­teif bis hin zu fle­xi­bel inn­er­halb ei­nes Bau­teils mit flie­ßen­den Über­gän­gen gra­diert wer­den kann. Mög­li­che An­wen­dun­gen rei­chen von der Opti­mie­rung von Sitz­scha­len, über den Er­satz von kon­ven­tio­nel­len Dämp­fungs-, Fe­der- und Pols­te­r­e­le­men­ten, bis hin zu in­te­grier­ten Funk­ti­ons­e­le­men­ten wie Möb­el­schar­nie­ren und High­tech An­wen­dun­gen, wie z.B. Scho­ck­ab­sor­ber im Au­to­mo­ti­ve Sek­tor.

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