NOISE CONTROL / SOUNDING SURFACES

Hö­r­e­in­drü­cke prä­gen maß­geb­lich die in­ter­mo­da­le Wahr­neh­mung von Raum. Wäh­rend der Seh­sinn aus­schnitt­haft, ge­rich­tet Er­eig­nis­se vor uns er­fasst, er­mög­licht das omni­di­rek­tio­na­le Hö­ren Ori­en­tie­rung und Wahr­neh­mung im drei­di­men­sio­na­len Raum. Wir hö­ren in je­dem Mo­ment, in der Nähe und Di­s­tanz, un­se­re Oh­ren kön­nen wir nicht wie Au­gen sch­lie­ßen. Die klang­li­che At­mo­sphä­re ei­nes Rau­mes be­ein­flusst we­sent­lich die Au­f­ent­halts­qua­li­tät, ab­hän­gig von spe­zi­fi­schen Nut­zungs­wei­sen von Räu­men be­darf es un­ter­schied­li­cher At­mo­sphä­ren.

Aus der Per­spek­ti­ve des Hö­rens kann Raum neu kon­zi­piert, ge­dacht und ge­öff­net wer­den. Durch ei­ne klang­li­che Ge­stal­tung von ur­ba­nen und ar­chi­tek­to­ni­schen Si­tua­tio­nen ist es mög­lich, neue Räu­me zu kre­ie­ren so­wie vor­han­de­ne Räu­me zu mo­di­fi­zie­ren – funk­tio­nell dif­fe­ren­ziert, äst­he­tisch an­re­gend, so­zial­ver­träg­lich und am Men­schen ori­en­tiert. Schall kann ge­wollt oder un­ge­wollt sein, er­zeugt oder re­du­ziert wer­den.

Ziel der lau­fen­den For­schung ist zum Ei­nen die Ent­wick­lung ei­nes neu­ar­ti­gen Schall­re­duk­ti­ons­ver­fah­rens für den öf­f­ent­li­chen Raum, den In­nen- und Au­ßen­raum, mit ei­nem be­son­de­ren Fo­kus auf den Be­reich tie­fer Fre­qu­en­zen. Das Sys­tem ist als mo­du­la­res Leicht­bau­prin­zip kon­zi­piert, die Funk­tio­na­li­tät wird mit­tels skulp­tu­ra­ler Lö­sun­gen ge­währ­leis­tet. Ei­nen wei­te­ren For­schungs­schwer­punkt stellt die ex­pe­ri­men­tel­le Ma­te­rial­ent­wick­lung in­tel­li­gen­ter Ober­flächen in Be­zug auf Schall­er­zeu­gung dar. Ziel ist hier­bei ein auf der Ma­kro-, Mi­kro- und Na­no­e­be­ne ent­wi­ckel­tes neu­ar­ti­ges Ma­te­rial, das als Fläche oder Wand Schall über den ge­sam­ten Fre­qu­enz­be­reich er­zeu­gen kann.

Laufzeit

Forschungs- und Projektförderung

  • Pfeifferstiftung für Architektur

Team